Gestern fand die Europameisterschaft im Italienischen Casella statt. Auf einer fordernden Strecke mit oft steilen Anstiegen aber auch sehr coolen Trails, hiess es 82km und 2800hm zu absolvieren.
Nachdem ich Anfang Woche noch etwas skeptisch war, da die letzten zwei Wochen im Training oft zäh waren, fühlte ich mich gegen Ende Woche jedoch immer besser.
Auch am Tag vor dem Rennen fühlten sich die Beine gut an und ich freute mich auf den Sonntag.
So verlief auch der Start ganz gut, doch da es relativ früh eng wurde, wollten natürlich alle möglichst vorne fahren. Dementsprechend war der Start auch schnell, was schon einiges an Energie kostete. Nach der ersten Verpflegung waren wir für kurze Zeit eine 4er Gruppe, so um Rang 17 herum. Irgendwie bekam ich plötzlich Mühe und bereits die ersten Krampfansätze im Oberschenkel. Ausserdem kam ich gefühlt überhaupt nicht mehr vom Fleck, sodass ich die anderen 3 Fahrerinnen ziehen lassen musste. Ich fing mich dann jedoch wieder und konnte wieder etwas vorfahren. So versuchte ich ein gutes Tempo zu finden und dieses durchzuziehen. So war ich plus/minus an dieser Position und meist alleine unterwegs. Es war jedoch sehr zäh, was vielleicht auch am Untergrund lag und immer wieder machten sich Krämpfe bemerkbar, die zum Glück immer nur kurz anhielten. Jedoch hatte ich nun freie Bahn in den Trails und die machten richtig Spass. Schlussendlich kam ich als 15. ins Ziel, was grundsätzlich nicht so schlecht ist, jedoch enttäuschte mich der Zeitrückstand. Heute mit etwas Abstand betrachtet, liefs sicher nicht so wie gewünscht, doch war es auch nicht schlecht.
Nun heisst es gut erholen, denn wenn alles nach Plan läuft stehen nächstes Wochenende zwei harte Rennen auf dem Programm. Ich bin gespannt und freue mich auf die Herausforderung. 🙂