Nach dem Weltcup letzte Woche war ich zuversichtlich, heute in Vallorbe ein gutes Rennen zu zeigen, was aber leider nicht so kommen wollte.
Anfangs lief alles gut, es war nur etwas schnell für mich, konnte aber mit der zu Beginn noch 5 köpfigen Spitzengruppe mit. Schnell setzten sich aber Teamkollegin Irina Lützelschwab zusammen mit Moschetti und Baumann ab und ich fuhr zusammen mit Barth weiter. Obwohl ich ich schon ziemlich am Limit war, war ich zuversichtlich. Kurz nach der Feedzone, nachdem die Männer uns überholten machte ich kurz Platz und es gab eine kleine Lücke zu Barth. Irgendwie war ich nicht im Stande diese zu schliessen und ich wusste, dass in der Abfahrt bei ihr keinen Vorteil hatte und eher das Gegenteil der Fall war. Anscheinend verpasste sie ganz kurz einen Abzweiger, sodass ich sie unbewusst überholte und nun wenig vor ihr mit 1.5min Rückstand aufs Podest unterwegs war. Zu Beginn des zweiten Teils der Strecke, merkte ich, dass ich schon mehr Energie verpufft hatte als mir lieb war, hoffte aber dass ich nicht die Einzige war. Als ich das Gefühl hatte, doch wieder einen Tritt gefunden zu haben, fuhr ich dummerweise an einem Abzweiger vorbei. Obwohl ich es hätte wissen müssen fuhr ich genau da falsch und zwar viel zu lange, sodass mich gleich 2 Fahrerinnen überholten. Dannach war es nur noch ein durchbeissen und irgendwie fühlte ich mich komplett leer. Mit etwa 150hm mehr und einem zu grossen Rückstand fuhr ich dann auf dem enttäuschenden 6ten Rang ins Ziel. Es nützt nichts zuviel daran rumzustudieren, ich nehme nur das Gute von heute mit.
Die nächsten Wochen nutze ich nochmals fürs Training, bevor es Anfang Juni mit der Europameisterschaft weiter geht.
