Es war wieder so weit, und der Hero Dolomites stand auf dem Programm, zugleich der 4. Weltcup dieser Saison. Die Strecke führte über 60 km und 3200 Höhenmeter – kurz gesagt: viermal steil bergauf, wieder runter und fertig.
Ich startete, wie immer am Hero, eher langsam, fand dann aber einen guten Rhythmus und konnte mich im ersten Anstieg etwas nach vorne arbeiten. Die Abfahrt nahm ich dann ohne Risiko.
Ich startete überraschend gut in den zweiten Anstieg und obwohl ich immer froh bin, wenn dieser geschafft ist, lief es heute besser als auch schon. Im dritten Anstieg sah ich die Europameisterin wieder ziemlich nahe vor mir und gerade als ich etwas mehr drücken wollte, krampfte mein Oberschenkel. Nicht jetzt schon, dachte ich, doch ich bekam es schnell wieder in den Griff. Obwohl ich in der Abfahrt dann relativ schnell unterwegs war, reichte es nie ganz für den Anschluss.
Schliesslich kam der letzte Anstieg, der dieses Jahr wegen einer Strassensanierung über einen anderen Weg führte. Grundsätzlich war er im unteren Teil etwas angenehmer als sonst, doch es wurde immer steiler. Am Schluss kam noch eine Betonrampe mit teilweise bis zu 27 Prozent Steigung, sodass ich dann doch noch ein kleines Stück zu Fuss gehen musste, was aber nicht nur mir so ging.
Oben angekommen, erwischte ich noch kurz den falschen Weg. An der Platzierung änderte sich aber nichts mehr und ich kam als 13. Frau ins Ziel. Damit bin ich an diesem Rennen ganz zufrieden, hoffe aber dass es bald etwas schnäller geht und der Rückstand auf die Spitze kleiner wird.
