Endlich – nach etwas mehr als 8 Monaten stand ich wieder an der Startlinie.
Ich fühlte mich gut, leichte Nervosität machte sich bemerkbar, aber vor allem war die Vorfreude riesig.
Den grössten Teil der Strecke kannte ich noch vom letzten Jahr, doch sie wurde um etwa 15km gekürzt. Es hiess also 63 km und 2000hm auf einer harten, mit steilen Anstiegen, aber auch coolen Trails gespickten Strecke zu bewältigen. Kurz nach dem Start setzte sich die Europameisterin Morath bereits ab. Ich fuhr zusammen mit 3 weiteren Fahrerinnen, bis die ersten Trails und steilen Rampen begannen. Da ich diesen Streckenteil im Vorfeld noch besichtigen konnte, wusste ich genau was vor mir lag und ich konnte mich in der längsten der 3 steilen Rampen ein wenig absetzten. In der ersten Feedzone nach 20 km hatte Morath bereits über 2 min Vorsprung, ich nach hinten aber nur wenige Sekunden. Ich versuchte mein Tempo weiterhin so hoch wie möglich zu halten und die dritt Platzierte nicht aufschliessen zu lassen, denn sie kam mir teilweise wieder gefährlich nahe. So ging es die nächsten Kilometer weiter, nach etwa 40 km konnte ich den Abstand aber etwas vergrössern und so den 2. Rang sicher ins Ziel bringen.
Ich bin zufrieden mit meinem Wiedereinstieg und hoffe hierauf weiter aufbauen zu können. Es war einfach cool wieder Rennen zu fahren: Die Lunge und die Beine brannten, ich konnte mich mit anderen messen, ich ging bis ans Limit, fuhr so schnell ich konnte, fand meinen Flow auf den Trails und hatte einfach Spaß… Ja das alles hatte ich vermisst!
Danke an alle, die in den letzten Monaten für mich da waren und mich auf meinem Weg zurück unterstützt haben. Ein besonderer Dank geht an meinen Trainer Fabian Neunstöcklin für die ganze Arbeit bis hierher und fürs Begleiten an meinem ersten Rennen!
Foto: Aldo Zanardi
