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Sieg am La Forestière und Gesamtsieg vom Alpine Cup

Das letzte Rennen des Alpine Cups, welcher 4 Rennen umfasst, stand heute mit La Forestière auf dem Programm. Das Ziel war klar, den Gesamtsieg nach Hause zu bringen, aber natürlich wollte ich auch am Tagesrennen ein gutes Ergebnis erreichen. 

Im Gegensatz zu den Rennen in den letzten Wochen, war dieses hier mit vielen kurzen Anstiegen charakteristisch komplett anders und in meinen Augen auf keinen Fall weniger hart. Ausserdem rechnete ich mit ca. 3.5h Rennzeit, was bedeutete, dass schnell gestartet werden muss, da der Zug sonst definitiv schon abgefahren wäre. 

So reihte ich mich gleich nach dem Start an 3. Position ein, am Hinterrad der Französischen Meisterin Moschetti, welche in meinen Augen sicher zu den Favoritinnen gehörte.

Danach setzte sie sich an die Spitze und ich blieb dran. Nach einem Blick zurück, nach den ersten 200hm sah ich, dass wir bereits nur noch zu dritt unterwegs waren, mit Pauline Roy eine weitere Schweizerin mit dabei. Nach einer kurzen, rutschigen Abfahrt war ich auf einmal allein unterwegs, was ich bei diesem Wind bereits nach knapp 10km gar nicht wollte. Ich fuhr so weiter, dass ich nicht komplett am Limit war, sodass Moschetti auf dem Flachstück wieder aufschloss. 

Roy schaffte den Anschluss später auch nochmals, doch konnten wir vor der ersten Schlaufe von 26km nach mehreren Versuchen, wieder wegfahren. Nun fühlte ich mich ganz wohl, denn auch Moschetti fuhr sehr aktiv und wir arbeiteten gut zusammen, sodass wir noch lange zu zweit an der Spitze fuhren.  Doch gewinnen kann nur eine und ich überlegte mir langsam, aber sicher wann ich versuchen sollte, wegzufahren, obwohl mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht danach war.

Der Plan war im heutigen längsten Anstieg (500hm), welcher aber erst auf den letzten 20km, von insgesamt 70km kam, einen Angriff zu versuchen. Wenn dies nicht funktioniert, kurz vor dem höchsten Punkt vor Moschetti in die steile Schlussrampe oder zumindest zuerst in den letzten Trail. 

Es lief beinahe nach Plan, aber eben nicht ganz…

Tatsächlich entstand eine Lücke im unteren Teil des Anstiegs, jedoch nur eine kleine von ca. 15m. Während ich gerade aus weiter wollte (was auch richtig gewesen wäre) sagte mir der Kameramann, welcher uns mit dem E-Bike begleitete, ich müsse rechts abbiegen. Dummerweise war dies falsch, wir merkten es zwar schnell, aber die Lücke war natürlich wieder geschlossen. Obwohl ich mich darüber nervte, wusste ich, dass dies nichts nützt und schnappte mir wieder Moschetti’s Hinterrad. Im nächsten Trail-Anstieg musste sie vor mir absteigen, ich folglich auch. Da ich ziemlich am Limit war und ausserdem durch den ganzen Dreck an den Schuhen nicht mehr in die Pedalen kam, musste ich gleich nochmals zweimal vom Bike und Moschetti zog davon. Da nervte ich mich tatsächlich richtig über das Vorgefallene. Mit Mühe und Not konnte ich das Loch aber wieder schliessen, auch dank den motivierenden Worten eines anderen Schweizer Fahrers, welcher mich überholte, Danke! 

Jetzt wurde es richtig hart, aber ich merkte, dass auch sie am Limit war. Tatsächlich konnte ich nach dem 3. Versuch noch vor der kurzen Zwischenabfahrt und der letzten steilen Rampe (wo sie mir aber wieder gefährlich nahe kam) doch noch davon fahren. Danach noch der letzte Trail und im Zickzack über die Wiese und es war geschafft. 

Sehr zufrieden mit dem heutigen Rennen und meiner Leistung, nach so langen Rennen doch noch etwas Spritzigkeit gefunden zu haben. 

Nebst dem Sieg konnte ich somit auch die Gesamtwertung des Alpine Cups gewinnen.