Mit dem MB Race in den Beinen stand ich motiviert am Start des BerGiBike in Friburg. Obwohl ich es kaum aus dem Bett geschafft hatte, waren die Beine von Beginn weg gut. Doch wie immer war der kurze aber heftige Anstieg, gleich nach dem Start einfach brutal für mich. Alexandra zog bereits davon und ich versuchte mich an Ilona, Steffi und Joanie festzubeissen. Nach dem ganz kurzen Flachstück, auf dem ich mich versuchte etwas zu erholen, gings nochmals kurz hoch und da machte ich den ersten grossen Fehler. Ich erinnerte mich an letztes Jahr, wo ich die ersten Kilometer mit der Spitze mitfuhr und dann, im zweiten Teil des Rennens, einging. Um den gleichen Fehler zu vermeiden, liess ich da die Lücke aufgehen, doch dummerweise war ich danach mehr oder weniger alleine auf den Flächen. Vor mir sah ich immer die drei Frauen in einer kleinen Männergruppe. Ich versuchte das Tempo hochzuhalten und auch im Aufstieg zum la Berra konnte ich ein gutes Tempo fahren. Doch es kam einfach keine Frau näher. Zuoberst vom la Berra musste ich feststellen, dass der Rückstand sogar noch grösser wurde, obwohl ich mich wirklich gut fühlte. Mit der Hoffnung in der Abfahrt etwas Zeit gutzumachen, war dann auch nichts. Die Strecke durch den Bikepark war so nass und schlammig, dass ich das Bike kaum mehr kontrollieren konnte. Ausserdem drehten die Ränder vor lauter Dreck nicht mehr und obwohl ich immer wieder versuchte den Dreck zu entfernen, kam ich nur wenige Meter weiter bis wieder alles blockierte. Schlussendlich verstopfte dann alles und ich konnte das Bike nicht mal mehr schieben.
Joanie konnte ich dann zwar einholen, aber gefühlt blieb ich einfach in diesem Streckenteil stehen. Klar ging es allen gleich, aber vielleicht gab es ja einen Trick den ich nicht herausfand :-).
In der Mittelstation blieb mir nichts anderes übrig, als auch in der Warteschlage zum Bikewash anzustehen.
Es ging weiter und ich hatte immer noch im Kopf vielleicht noch aufschliessen zu können. Doch als ich bei der nächsten Verpflegung meinen Vater nach dem Rückstand fragte „traf mich beinahe der Schlag“ und ich wusste dass Nichts mehr zu machen war. Ich motivierte mich noch so schnell wie möglich ins Ziel zu fahren und somit den Rückstand vielleicht noch zu verringern. Doch da war auch noch dieser Pfeil, den ich verpasste und irgendwann waren keine Bänder und Fähnchen mehr zu sehen. Bis ich wieder zurück auf die Strecke fand, war also auch wieder etwas Zeit verstrichen. Dementsprechend enttäuscht kam ich erneut als 4te ins Ziel.
Was ich aber ganz bestimmt mitnehme ist, das gute Körpergefühl, welches ich in den Wochen davor immer etwas vermisst hatte.
