Oft werde ich gefragt, wie denn mein Training im Winter aussieht. Je nach Wetter und Schneeverhältnis trifft man mich hauptsächlich auf dem Velo oder auf der Loipe an. Als Ergänzung oder bei ganz schlechtem Wetter, nutze ich aber auch den Rollentrainer. Hinzu kommt regelmässiges Joggen und Krafttraining. Hier gibt es einen kleinen Einblick wie ein Tag bei mir aussehen kann. Viel Spass beim Lesen…
Es ist ein kalter Novembermorgen, die Temperaturen befinden sich, wie angekündigt, sogar etwas unter dem Gefrierpunkt. Obwohl es draussen noch dunkel ist, sehe ich bereits den klaren Himmel: „das wird bestimmt ein wunderschöner Tag!“
Da auf meinem Trainingsplan das heutige Joggen als zweite Einheit geschrieben steht, plane ich dies nach der Arbeit ein und nutze den freien Vormittag für eine Runde auf dem Bike. Obwohl die Temperaturen eher für ein Training auf der Loipe sprechen, entscheide ich mich, aus zeitlichen Gründen, doch für das Bike.
Während sich unser Kater gerade wieder bequem auf dem Sofa einrollt, nehme ich mir meine wärmsten Radkleider aus dem Schrank und mache mich bereit.
Zizers liegt zwar noch im Schatten, doch der frisch verschneite Calanda auf der gegenüberliegenden Talseite, leuchtet bereits in der Sonne. Ich starte in Richtung Bündner Herrschaft, denn da, scheint die Sonne früher. Ich treffe einige Leute an und bemerke darunter auch ein paar verwirrte Blicke – einfach freundlich grüssen, lächeln und sich nichts anmerken lassen. Jemand meint sogar, ob es denn heute nicht doch etwas kalt fürs Bike wäre. Wie auch immer, meine Kleiderwahl ist jedenfalls nicht schlecht.
In Jenins angekommen, fahre ich bereits in der Sonne, von der ich heute, im Hinblick auf die Wetterprognose der nächsten Tage, soviel wie möglich tanken möchte. Dabei kann ich nicht genug von der wunderschönen Kulisse bekommen: Die frisch verschneite Landschaft, die Bäume (teilweise noch farbig) und der blaue Himmel, einfach ein Traum. Im Tal liegt zwar kaum Schnee, doch ist etwas Vorsicht in den rutschigen Kurven geboten. Ein Teil meiner Runde geht in Richtung «Heidialp», der Schnee wird etwas tiefer, aber in der Autospur geht es noch ganz gut voran. Obwohl es kalt ist, geniesse ich jede Minute, denn meine Motivation ist hoch und die Stimmung wunderschön. Da ich aber jeweils den halben Tag arbeite (vor- oder nachmittags, je nach Tag), wird es leider bald Zeit umzukehren. Die Abfahrt durch den Schnee geht etwas länger als sonst und nach insgesamt knapp 3h bin ich wieder zuhause.



Nach einer warmen Dusche und dem Mittagessen, ist es Zeit das Outfit zu wechseln. Der Fahrradhelm wird zum Bauhelm und die Radhose zu der orangen Arbeitshose.
Vom Büro aus geht es nach Arosa, denn heute steht die allwöchentliche Überwachungsmessung einer Baugrube, respektive der umliegenden Häuser auf dem Programm. In Arosa angekommen, erwischen wir noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor die Baustelle bereits im Schatten liegt. Doch auch hier ist das Panorama wunderschön. Da wir noch etwas Schneeschaufeln müssen, geht das Ganze etwas länger, doch dafür, wird uns warm.



Zurück im Büro nutze ich den Heimweg mit einem kleinen Umweg, für meine zweite Einheit. Ich geniesse die Ruhe, während ich allein durch die Dunkelheit jogge.
Zuhause angekommen stretche ich noch etwas nach dem Abendessen und dann ist auch schon bald Zeit zum Schlafen.
Natürlich sind nicht alle Tage so vollgepackt, es gibt kürzere und längere, harte oder weniger harte Trainings. Genauso ist es auch bei der Arbeit, sei es draussen oder im Büro, doch eines ist sicher, heute war ein besonders schöner Tag!