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Sieg am Eigerbike!

Immer wieder gerne komme ich jeweils nach Grindelwald an die Eigerbike Challenge! Die Strecke mit 80km und 4200hm, welche alles von einem abverlangt und das alles mitten in einer spektakulären Bergkulisse, sorgt jeweils für etwas mehr Nervosität. 

Mit grosser Vorfreude startete ich aber ins Rennen und auch dieses Mal war es wieder Alexandra, welche bereits von Beginn weg ein hohes Tempo anschlug. Für mich etwas zu schnell, so fuhr ich mit einem Abstand dahinter, für eine Weile noch mit Stefanie am Hinterrad. Irgendwann merkte ich, dass die Lücke zu Alexandra inzwischen schon eine Weile gleich war, das war gut und ich pokerte wieder einmal auf die Abfahrt. Zuoberst vom Anstieg zum Feld, bevor die ersten 1000hm geschafft waren, musste ich jedoch bereits ziemlich kämpfen und die Lücke nach vorne wurde etwas grösser. Dann kam die Abfahrt, wo ich aber trotz allem nicht allzu viel Risiko eingehen wollte. Denn ich wusste, dass die Abfahrt vom Feld etwas heimtückisch ist, da es in der Wiese teilweise Löcher hat, welche man oft erst spät sieht. Trotzdem konnte ich die Lücke zu Alexandra schliessen und sie überholen. Am Bord hatte ich dann bereits etwa 1min Vorsprung, wusste aber, dass sie mir im Anstieg zur grossen Scheidegg bis zum Bachalpsee sicher nochmals gefährlich werden könnte. Dementsprechend fuhr ich möglichst schnell und bis zur grossen Scheidegg konnte ich den Vorsprung etwas ausbauen, jedoch bekundete ich auch hier im obersten Teil zum Bachalpsee etwas Mühe. Hatte aber immer noch einen guten Vorsprung, welchen ich in der technischen, aber coolen Abfahrt nochmals ausbauen konnte.

Somit startete ich mit 10min Vorsprung in den letzten langen Anstieg hoch zur kleinen Scheidegg. Die letzten 1000hm, welche jedoch jedes Jahr extrem hart sind, vor allem im oberen Teil. So war es auch dieses Jahr und da ich meinen Vorsprung nicht genau wusste, machte ich mir zuoberst schon etwas Sorgen nochmals eingeholt zu werden. Ich kämpfte mich noch die letzten steilen Rampen hoch und als ich mich umsah, war aber niemand zu sehen.

Ich fuhr die Abfahrt kontrolliert und ohne Risiko bis in den Grund, dann nur noch die letzten Meter hoch ins Dorf, angefeuert von einer guten Freundin, ging das noch viel besser! Und dann war es zu hören, Speaker Hitsch’s „Viva la Grischa“ mitten im Berner Oberland und ich konnte als Siegerin ins Ziel einfahren!

Bild: Martin Platter